Wadlbeißer-Runde

Knackige Rundtour von Waidhofen über Neustift nach Gaflenz

SaisonSommer
OrtWaidhofen/Ybbs
Charakteristikeinige steile Anstiege, Schiebepassagen
Strecke65 km, Rundtour
Höhenmeter1850 hm bergauf (lt. gpsies 2005 hm)
Dauerca. 5 h

Keine Sorge, die Runde hält keine kleinen Kläffer bereit, fordert aber unsere Wad'ln (und Oberschenkel) heraus. 

Von Waidhofen aus starten wir Richtung “Weißes Kreuz” und nehmen einige Wald-Serpentinen zur Einstimmung. Wir biegen in den Eichenweg ein und schon nach wenigen Metern bietet sich der erste freie Blick auf die Stadt. Wie man sieht, haben wir schon einige Höhenmeter bezwungen.

Weiter geht es Richtung Konradsheim, wo uns eine kurze Wiesen-Strecke daran erinnert, dass es sich auf Gras deutlich anstrengender kurbelt. 

Doch keine Angst, es folgen nun einige Asphaltkilometer bergauf beziehungsweise hangparallel am Weg Richtung Kreuzgruberhöhe. Unterhalb des Freithofbergs folgen wir dem Güterweg Moosgraben und Forstwegen, wobei unser Blick immer wieder in Richtung Ennstaler Alpen und Nationalpark Kalkalpen schweift. 

Eine steile Rampe später ist es auch schon geschafft und unter uns breitet sich das oberösterreichische Örtchen Maria Neustift aus. Wir nehmen Kurs auf die Kirche und verschwinden gleich dahinter auf einen losen Forstweg, der in einen Wanderweg mündet. Dieser ist der direkteste Weg von Maria Neustift zur Glasner Hütte und wahrscheinlich auch der steilste. 

Am Wanderweg sind natürlich Schiebe-Meter angesagt. Fällt aber leicht, denn die (zu) schmale Brücke ist ohnehin nicht fahrend zu überwinden.

So schlimm, wie der Name klingt, ist der “Höllgraben” gar nicht – ganz im Gegenteil! Saftig grün und mit Bächlein und Dotterblumen zeigt sich hier die Natur ganz ungestört.

Nun aber steigt es ordentlich an, bevor wir wieder in eine kurze Schiebestrecke bergauf – sprich Wanderweg – gelangen.

Wir kommen auf eine Schotterstraße, die uns an einem prächtigen Bauernhof auf die Asphaltstraße in Richtung Glasner Hütte  münden lässt. 

Nur noch eine Steilkurve und schon ist die erste Rast verdient! 

Auf der sonnigen Terrasse der Glasner Hütte tummeln sich Wanderer und Mountainbiker. Die einen kommen vom Ennstal rüber, die anderen vom Gemeindegebiet St. Peter oder, so wie wir, vom Ybbstal hier herauf. 

Gegen eine kleine Jause spricht jetzt nichts, denn die nächsten Kilometer führen recht gemütlich durch den Wald . Ein kurzer Trail geht in breite Forststraßen über, die uns direkt an einen gut besuchten Sattelpunkt führen. Jetzt heißt’s “warm anziehen”, denn wir rauschen etwa 4,5 Kilometer den Pechgraben runter. 


Kurz nachdem wir an einigen Häusern noch “auslaufen”, biegen wir scharf links ab in Richtung “Waldbauer”. 

Wir schrauben uns zwischen Wald und Wiesen hoch und folgen dem schmaler werdenden Weg zwischen Häusern hindurch etwa bei Kilometer 30 auf die Alm. Erste Parallelen zu den Alpen tun sich hier auf, besonders wenn das freundliche Fleckvieh uns Mountainbiker begutachtet. 

Wir überqueren das Plateau, schließen das Weidetor und gelangen schon bald auf einen asphaltierten Güterweg, der uns geradewegs ins Tal führt. 

Im Neustiftgraben angekommen überqueren wir die Bundesstraße und setzen unsere Tour im Klausgraben fort. 

Beim steinernen Denkmal halten wir uns links und fahren an einem alten Hof auf den Berg zu. Der Straßenname “Hofberg” sagt damit eigentlich alles. 

Wir halten uns rechts und folgen der Beschilderung der MTB-STrecke. Nun fordert uns ein knackiger Anstieg, den die ausgewaschene Schotterstraße nicht gerade einfacher macht. 

Oben angekommen sind wir ganz froh um den griffigen Asphalt, dem wir bei der ersten Kreuzung rechts in Richtung “Platten” folgen. Bei Kilometer 41 biegen wir scharf links ab und haben noch einige Höhenmeter vor uns. 

Nun aber läuft es endlich bergab und linkerhand streckt sich die Lindaumauer empor. Eine letzte Rast am Einstieg der Wanderwege ist erlaubt, denn von nun an geht’s talwärts in Richtung des Weyrer Ortsteils Neudorf. 

An der Kapelle biegen wir links ein und rollen gemütlich auf Gaflenz zu. Um die viel befahrene Bundesstraße zu vermeiden biegen wir an der Kreuzung in Pettendorf links ab und suchen unseren Einstieg in den Dornbergweg. Dieser führt gegenüber eines alten Hofes scharf rechts weg und steil bergauf. Schieben ist hier ohnehin angesagt, weil wir uns auf einem Wanderweg befinden. (Wanderer hab ich bisher jedoch noch nie welche gesichtet). 


Auf Höhe der Baufirma Swietelsky münden wir wieder auf die Bundesstraße, wo uns jedoch gleich ein Radweg zur Seite steht. Wir können uns nun entscheiden, ob wir durch den Ort pedalieren, oder an der Kuppe die Straße queren und links Kurs auf den Sonnbergweg nehmen. 

Wir schieben oder tragen unser Gefährt einige steile Serpentinen hoch und schon breitet sich Gaflenz unter uns aus. 

Die ganze Ortschaft “umfahren” wir auf diese Weise und wechseln erst auf Höhe des Sportplatzes die Talseite. Dort lenken wir sofort links auf den Radweg ein und rollen in Richtung Oberland und weiter mit Kurs über Wirts auf unseren Ausgangspunkt Waidhofen zu. 

Spätestens jetzt ist eine Belohnung fällig, die entweder entlang der Strecke im sehr empfehlenswerten Gasthaus Kases (mit Sonnenterrasse) oder in den verlockenden Gaststätten in Waidhofen bestellt werden kann. Wohl bekomm’s! 


Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke

Glasner Hütte am Glasenberg bei Maria Neustift

Hütte mit sonniger Terrasse und traumhaftem Fernblick. 


Gasthaus Kases, Gaflenz/Oberland

Gute, durchgehend warme Küche und eine sonnige Terrasse laden zum saisonalen Genuss ein. 

Mein Tipp: Der "Oberland-Spieß"  


Grillbar Waidhofen

Moderne Burger-Bar mit großer Auswahl (Burger, Gegrilltes, Vegetarisches) und kleinem Gastgarten. Der danebenliegende Parkplatz bietet sich auch als Start- und Endpunkt der Tour an. 

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